Die Arbeiten des Winzers


Es ist ein langer Weg von der Rebe bis zum Wein im Glase. Er ist oft mühsam, aber auch interessant, abwechslungsreich, mitunter überraschend und unterhaltend. Gehen Sie mit uns dem Winzer Schritt für Schritt durch sein Lebenswerk.

Die Weinrebe, welche aus einem Veredlungsbetrieb stammt, pflanzt der Winzer in seine ca.40 cm tiefgelockerte Weinbergsparzelle. In den ersten 3 Jahren muß diese Junganlage besonders gepflegt werden und erst im dritten Jahr kann man zum erstenmal Trauben ernten. Im Spätwinter, nachdem der neue Weine im Keller reift, beginnen schließlich die ersten Arbeiten am Weinstock. Der Rebschnitt, bei dem es gilt, die Wuchskraft der Rebe zu erhalten, ist gekonnt. Das alte Holz wird weg- und zwei, bzw. eine Bogrebe für das kommende Jahr angeschnitten. Nach dem Austreiben der Weinreben im Frühjahr, werden die verschiedenen Bodenarbeiten durchgeführt, sowie das Aufbinden der neuen jungen Triebe und das Ausbrechen der überflüssigen Triebe. Diese Arbeiten ziehen sich über Wochen hin bis Mitte Juli. Gleichzeitig fallen Maßnahmen zum Schutze der Reben an. In den steilen Schieferhängen sind diese Arbeiten oft sehr mühselig. Der weitere Erfolg des Winzers ist nun von unzähligen und unerwägbaren Einflüssen abhängig, wie z. B. dem Wetter.

< Bilder: Entwicklung der Weinpflanze >

Mit dem Beginn der Traubenreife bis zum Zeitpunkt der Traubenlese im Frühherbst, hat der Winzer eine Verschnaufpause im Weinberg. In diesen wenigen Wochen werden alle restlichen Arbeiten, wie Vorbereitungen für Keller und die Traubenlese getroffen.

WEINLESE

Bei der Traubenlese, die sich von Ende September bis Anfang November erstreckt, wird der Winzer und seine Familie schließlich für ihre stetige Sorge und Pflege um den Weinberg belohnt.

Der Herbst bringt aber nicht nur Arbeit, sondern auch Spaß bei der Ernte und Freude am jungen Most. Wenn der Most in den Kellern gärt, laden die Winzerbetriebe zum "Federweißen mit Zwiebelkuchen" ein.


KELLERARBEITZur gleichen Zeit bestimmt der Winzer anhand der vorgegebenen Öchsle (natürlicher Fruchtzuckergehalt) die späteren Prädikate der Weine, z. B. Kabinett, Spätlese usw. Während der Gärung liegt es im Ermessen des Winzers, die jeweiligen Prädikate als trocken, halbtrocken oder lieblich einzustufen.

Trockene Weine sind vollständig durchgegoren und dürfen nicht mehr als 9 g unvergorenen Zucker enthalten.
Halbtrockene Weine dagegen nicht mehr als 18 g Restzucker.
Liebliche Weine sollten sich Säure und Süße harmonisch ergänzen.

Nach sorgfältiger Klärung der Weine reifen zum Beispiel unsere bis zum Frühjahr in Eichenholzfässern im Gewölbekeller. Vorbereitungen für die Abfüllung der Weine beginnen im März. Überwiegend wird der junge Wein in moseltypische, grüne Schlegelflaschen von 0,75 l abgefüllt. Der Naturkork ist für einen guten Tropfen unabdingbar, da der Reifegrad des Weines sich in der Flasche noch vollendet.

PrüfungDie amtliche Prüfnummer, ohne die Flaschenweine nicht zum Verkauf angeboten werden können, erlangt man durch eine Prüfung der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz. Sie erteilt, wenn der Wein qualitativ in Ordnung ist, eine Amtliche Prüfnummer, die sich auch auf dem Flaschenetikett befinden muß.
Das hauseigene Etikett kann nun bestellt werden. Es sollte für den Kunden ansprechend wirken und Informationen zum Wein geben.

Nach all diesen anstrengenden Arbeiten, die der Winzer im Laufe eines Jahres erledigen muß, blickt er nun mit Stolz auf das Resultat seines Schaffens - den Wein.




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